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Was bedeutet es für mich, und für uns als christliche Gemeinschaft, dass Gott sich uns immer wieder zuwendet? Was bedeutet für uns, einander zugewandt zu sein? Das sind Fragen, denen wir anhand dieses sehr bekannten Gleichnisses aus dem Lukasevangelium nachgehen wollen. Wir verwenden dabei die uralte Methode der Lectio Divina, so wie sie das Katholische Bibelwerk für unsere Zeit überabeitet hat. Dabei geht es um das langsame, achtsame, wiederholte Lesen eines Schrifttextes in zwei Schritten: • „Ich lese den Text“ so unvoreingenommen wie möglich und achte dabei auf Struktur, Details und Besonderheiten • „Der Text liest mich“: ich achte auf Echos und Resonanzen in meinem eigenen Leben und spüre nach, wie Gott mir in diesem Text begegnen möchte. Stille und Meditation kommen dabei ebenso wenig zu kurz wie der achtsame, respektvolle Austausch miteinander, und es erstaunlich, wie neu und lebendig auch altvertraute Texte werden können, wenn wir uns die Zeit nehmen, uns auf sie

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